Schnitzel im Swiss Old House

Best Schnitzel in Town?

Neulich im Old Swiss House in Luzern. Ich traf alte und neue Freunde (also genau genommen je einen), um endlich mal das mit viel Vorschusslorbeeren in den Himmel gelobte beste Wienerschnitzel ausserhalb Wiens zu verköstigen (in Wien war ich allerdings noch nie Schnitzel essen).

Für alle, die das Old Swiss House nicht kennen: es scheint mir sowas wie die Kronenhalle in Zürich zu sein (und die, welche die Kronenhalle nicht kennen: sorry, fällt mir nichts mehr ein). Zumindest vom Stil. Und den Preisen. Und all den Promis, die dort schon ein und aus gingen. Im Abgang zu den Toiletten hängt nämlich der ganze Stolz des Gastgebers: eine Ahnengallerie von Horst Tappert über irgendwelche Miss Schweizen hin zu russischen Astronauten. Alles, was Rang und Namen hat, hängt dort an der Wand. Aber ich schweife ab.

Zurück zum Schnitzel. Welches es noch nicht in die Herald Tribune New York geschafft hat. Dafür das hausgemachte Mousse au Chocolat. Angeblich irgendwann in den späten 80ern des letzten Jahrtausends. Wir sassen also dort, tranken Gin Tonic (kein Vergleich zum Gin Tonic im Dante – auf meine Frage, was sie denn für Gin hätten, meine der Kellner voller Stolz: Bombay Saphire) und warteten auf unsere 3 Schnitzel. Und was dann folgte, stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: der Kellner kam mit 3 Fetzen Fleisch, ca. 750 Gramm Butter, eine Pfanne voll Ei-Gewürz-Gemisch und einer Pfanne voller Paniermehl. An alle Gluten-Allergiker (von den Veganern schreib ich erst gar nicht): das ist nichts für Euch. Für alle anderen: ein Erlebnis das Seinesgleichen sucht. Als ob er in seinem Leben noch nie was anderes gemacht hat, wird das Wienerschnitzel vom Kellner zubereitet. Ehrlicherweise muss man sagen: viel anderes macht er wohl auch nicht, denn das Old Swiss House serviert seinen Gästen monatlich rund 1200 Schnitzel. Zu knapp 60 Franken pro Gedeck. Ein fetter Grundumsatz. Und ich schweife wieder ab. Denn dem Schnitzel gebührt die volle Aufmerksamkeit. Zart wie Butter. Schrieb ich schon, dass von den 750 Gramm Butter nach dem Bratvorgang kein Gramm mehr sichtbar war? Alles restlos aufgesogen vom Paniermehr. Und genau so schmeckte es. Buttrig. Begleitet von feinen Nudeln. Yihaaaa!

Schnitzel im Old Swiss House Luzern

Der Rest des Abends ist schnell erzählt: wir hatten eine Menge Spass. Und ich das beste Wienerschnitzel meines Lebens. Und um auf die Frage im Titel zurückzukommen: Best Schnitzel in Town. In any town. In the entire world.

Und was hat das nun alles mit CRM zu tun? Immerhin ist dieser Blogpost nicht nur mit ‘Gastro’ sondern auch mit ‘CRM’ getaggt. Die Art und Weise, wie der Kellner unsere lockere Art gekonnt aufgenommen und in seinen Service integriert hat, habe ich noch nie erlebt. Und schon gar nicht in so einem Edelschuppen. Kommunikation auf Augenhöhe.

#ilike – und ich werde wieder kommen. In Begleitung. Und wehe, lieber Leser, Du kommentierst, dass es wo anders ein noch besseres Wienerschnitzel gibt. Sei gewarnt. 😉

2 thoughts on “Best Schnitzel in Town?”

  1. Hey Marco

    Aller Warnung zum trotz kommentiere ich hier, dass es in der Tat noch ein viel besseres Schnitzel gibt und dazu erst auch noch den besten Kartoffelsalat auf der Welt. Besuche mal die Linde in Baden. Das Schnitzel im Old Swiss House kenne ich, es ist sicherlich verglichen mit all den komisch panierten Schnitzeln die man in Skihütten, Kantinenrestaurants und Badis vorgesetzt bekommt ein absolutes Highlight und das zweitbeste Schnitzel der CH. Aber das Schnitzel in der Linde hat ein besseres Paniermehl und wird etwas anders gebraten, schmeckt auf Grund der Würze besser und hat sicherlich genauso viele Liebhaber. Vielleicht lädst Du deine Begleitung einmal nach Baden ein, wo ihr zur Zeit auch die von Radio DRS1 zur schönsten Weihnachtsbeleuchtung der Schweiz gekürte Beleuchtung in der Altstadt bewundern und gemütlich durch die Gassen flanieren könnt.
    Liebe Grüsse
    Carmen

    1. Liebe Carmen
      Vielen Dank für Deinen Komentar. Du bist wirklich mutig 😉
      Ich werde Euch gerne mal besuchen kommen – dieses Jahr wird es aber wohl nicht mehr langen…
      Liebe Grüsse, Marco

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